… der Software auf 2.9, des Inhalts noch nicht. Ich facebooke lieber…
20.12.2009
29.03.2008
Gedanken zum Tage
Wie jetzt bekannt wurde, gab es schon 1825, also 17 Jahre vor Thomas Alva Edison, die ersten Tonaufzeichnungen der Menschheit. Gerüchten zufolge handelt es sich um eine Komposition von Ralf Siegel.
19.02.2007
9live und mathematischer Analphabetismus
Bekannt und vieldiskutiert ist, mit welchen Mitteln Sender wie 9live ihre Telefonquizzes betreiben. Ebenso wurde schon viel über die Vieldeutigkeit und Manipulierbarkeit der Lösungsmöglichkeiten geschrieben. Diese Nacht wurde man allerdings Zeuge eines besonders schönen Beispiels dafür, daß die Intelligenz der Rätselmacher noch unter der ihres die Wahlwiederholung malträtierenden Publikums liegt.
Gestellt war die Aufgabe:
“Wenn 5 Ochsen in 5 Minuten 5 Liter Milch geben, wieviel Milch geben dann 10 Ochsen in 10 Minuten?”
Die erste Falle liegt schon in der 5er-10er-Analogie, denn “10 Liter” wäre offensichtlich falsch. Das ist eine Variante der Frage “Wenn 1,5 Hühner in 1,5 Tagen 1,5 Eier legen, wieviele Eier legt dann ein Huhn an einem Tag?“, mit der die Bild-Zeitung mal die Teilnehmer eines Mathematikerkongresses aufs Glatteis führen wollte (richtige Lösung: 2/3 Eier, 9live-Lösung wäre wohl “0 Eier, denn wie soll ein halbes Huhn ein Ei legen?”).
Wer die Aufgabe also rein rechnerisch lösen möchte, müßte argumentieren: “Doppelt so viele Ochsen in doppelt so langer Zeit geben viermal so viel Milch”, also 20 Liter.
Natürlich kommt man mit etwas Verstand aber auch recht schnell darauf, daß Ochsen überhaupt keine Milch geben. Ist also “0 Liter” die richtige Lösung (die auch nach fast 3 Quiz-Stunden tatsächlich als richtig akzeptiert wurde – ich hatte mir in weiser Voraussicht nur die ersten und die letzten 10 Minuten angesehen, weil ja mal wieder klar war, daß niemand mittendrin gewinnen würde)?
Jetzt kommt ein wenig elementare Aussagenlogik ins Spiel, nämlich das Prinzip “Aus einer falschen Aussage kann man beliebiges folgern”. Anders gesagt, “A => B” ist für falsches A immer wahr, egal ob B wahr oder falsch ist. Das nennt man auch “ex falso quodlibet“.
Konsequenz des ganzen: Die Aussage “Wenn 5 Ochsen in 5 Minuten 5 Liter Milch geben, dann geben 10 Ochsen in 10 Minuten X Liter Milch” ist für jedes X wahr (was man eben davon unterscheiden muß, daß dadurch nichts über den Wahrheitsgehalt von “10 Ochsen geben in 10 Minuten X Liter Milch” ausgesagt wird).
Und damit ist 9live im Unrecht, wenn sie andere Antworten als “0 Liter” als falsch zurückweisen.
Vielleicht sollte man die zuständigen Redakteure die Grundschule noch ein zweites Mal wiederholen lassen, nachdem schon die erste Ehrenrunde offenbar nicht ausgereicht hat.
10.02.2007
Ich hatte eine Vision
Der Bundesvision Song Contest des umtriebigen Stefan Raab war gleichzeitig eine größtenteils überzeugende Demonstration der “Breite in der Spitze” kontemporärer deutscher Musik und eine schallende Ohrfeige für den “echten” Eurovision Song Contest und dessen – alle Jahre verzweifelt und erfolglos den Modus wechselnden – deutschen Vorausscheidung.
Raab, der mittlerweile fast wöchentlich Events über den Sender jagt (von der legendären Wok-WM über diverse Pokernächte bis zum “Schlag den Raab”-Millionenspiel im Stile eines modernen Gladiatorenkampfes des Geistes und der Faust), bewies mit der Auswahl ein glückliches Händchen. Obwohl die meisten Songs schon halb tot gespielt waren, kam so etwas wie echte Spannung auf.
Leider nahmen sich auch manche Künstler die Titelmelodie (Raabs eigenen Grand-Prix-Beitrag “Wadde hadde dudde da”) zum Vorbild und klauten ähnlich dreist wie der Meister einst bei “Say you’ll be there” von den Spice Girls.
So klang Pohlmanns Refrain wie die Strophe von “Under the bridge” der Red Hot Chili Peppers und Lea Finns “Ich weiß und Du weißt” wilderte stilistisch und inhaltlich bei Edie Brickells “What I am”.
Meine persönlichen Favoriten:
1. Anajo feat. Suzie Kerstgens
2. Tele
3. Kim Frank sowie Beatplanet
23.01.2007
19.09.2006
Schön vertippt
Als Entwickler schreibt man tausende Codezeilen, als Autor hunderte Buchseiten. Ab und an vertippt man sich und ganz ganz selten – so wie unendlich viele Affen an unendlich vielen Schreibmaschinen – kommt sogar bei einem ganz langen Vertipper etwas lustig Unsinniges heraus. Meine schönste Perle dieses Jahres: statt “warn about” stand schließlich “warm armpit” in einem Scriptkommentar.
09.08.2006
Alter Wein in neuen Schläuchen
Nach über einem Jahr hat die Seite mal wieder ein neues Layout bekommen. Abwechslung ist was Schönes.
Gerüchte, nach denen ich demnächst aussehe wie Jabba the Hut, sind stark übertrieben.
10.07.2006
Ich bin unwürdig! Ich bin unwürdig! Ich bin unwürdig!
Meine Kollegin Meike hat den Weltmeister richtig getippt, während mein Favorit bereits im Viertelfinale den Flieger nach Rio nehmen mußte. Sei’s drum, dafür “muß” ich nun wieder kreativ sein und meinen Wetteinsatz, eine Kurzgeschichte, möglichst happy-end-tauglich gestalten. Was mir so leicht fällt wie Zidane die Selbstbeherrschung.
Das war meine letzte Fußballwette mit einer Frau. 2008 werde ich nur noch mit Männern um Bier wetten, das endet wenigstens immer mit einem Unentschieden.
04.07.2006
Arrivederci Italia!
“Arrivederci Italia
Good-bye, auf Wiedersehn
Ihr fahrt wieder über’n Brenner
Wenn wir im Finale stehn”
(zur Melodie von “Arrivederci Roma”)
30.06.2006
Buenas Noches, Argentina!
“Buenas noches, Argentina
Euer Haar weht leis’ im Wind
Jetzt habt ihr Zeit, es mal zu waschen
Wenn wir im Halbfinale sind”
(Stefan Raab, “Buenas Noches Argentina”)