"Was soll das heißen, 'alle Leitungen sind tot'? Auch der Satellit? Schneit es im Weltall?"
(Bill Murray in "Groundhog Day")

Bringing sexy back - since 1970

29.09.2005

Thinking of Monday

Filed under: — Kai @ 11:17

See the stone set in your eyes, see the thorn twist in your side. I wait… for you…
Through the storm we reach the shore – you give it all, but I want more. And I’m waiting for you…
Sleight of hand and twist of fate, on a bed of nails she makes me wait. And I wait… without you…
My hands are tied, my body bruised. She’s got me with nothing to win and nothing left to lose.
I can’t live with or without you.
And you give yourself away…

(U2, With Or Without You)

20.09.2005

Heimwerk

Filed under: — Kai @ 10:51

Die Hausaufgaben für die VHS sind gemacht – meine zweite Kurzgeschichte ist fertig.

Vorschriftsgemäß auf maximal drei sogen. Normseiten (30 Zeilen à 60 Zeichen, doppelter Zeilenabstand). Ob auch Frollein W. die DIN-Norm GG0815 (“gute Geschichte”) erfüllen wird? Ich bin mir sicher.

19.09.2005

Wenn “gewollt cool” so uncool ist, daß es schon wieder cool ist

Filed under: — Kai @ 21:58

Gut, diese Überschrift ist wahrscheinlich ein bißchen selbstreflexiv. Aber sei’s drum, das Problem ist klar.
Wenn man von manchen Dingen öffentlich zugibt, daß man sie mag, wird man üblicherweise von der Familie verstoßen, von seinen Freunden gemieden und bekommt nie wieder eine Frau ins Bett. Modern Talking zum Beispiel, Wackel-Elvisse oder die Filme von Mariah Carey.
Ein aktuelles Beispiel ist Tokio Hotel. Zugegeben, eine von der Musikindustrie über den grünen Klee gehypete Poser-Band mit dem Tiefgang einer Untertasse. Aber zumindest was die abstrakte Qualität der Songs angeht, haben schon viele über den grünen Klee gehypete Poser-Bands ganz Erstaunliches zustande gebracht.
Nehmen wir die Spice Girls. Bezüglich der Sangesqualitäten der Mädels (Mel C einmal ausgenommen) konnte man geteilter Meinung sein – waren sie einfach nur grottenschlecht oder doch hundsmiserabel? Die Songs hingegen vermochten durchaus zu entzücken (“Viva Forever”, “Goodbye” und “Too Much” als Beispiele herausgegriffen) und ließen einen wünschen, es würden sich mal richtige Künstler dieser kompositorischen Perlen annehmen. Vor allem erklärt es auch ihren Erfolg. Denn mit “Scheiß drauf, Hauptsache, sie sehen geil aus” verkauft sich niemand millionenfach.
Auch die vielgescholtene Britney Spears hat(te) in der Hinsicht mehr zu bieten als die üblichen zielgruppenaffinen Leckerli (für geile alte Böcke und pubertierende Kreischkiddies). “Lucky”, “Toxic” oder “Oops I did it again” waren hervorragend komponiert, clever arrangiert und hinreichend erträglich betextet.
Mit den Emo-Goth-Babies von Tokio Hotel verhält sich das nicht viel anders. Ignoriert man einmal, daß sie eine schlechte Kopie sind von The Rasmus, die wiederum eine schlechte Kopie waren von HIM, die wiederum eine schlechte Kopie waren von einem jaulenden Zombie, kann man Stücke wie “Durch den Monsun” durchaus für ihre Emotionalität und schönen Songstrukturen schätzen. Genau wie die Texte, die in deutlicher Beeinflussung durch das Rap-Milieu durch geschickte Aussprachevariation kreativ “zusammen” auf “daran” reimen, ohne daß es einem Trommelfell und Goethe-treues Herz gleichermaßen bluten läßt.
In diesem Sinne: nicht immer nur feste druff uffs Image, sondern auch mal mehr auf die Zwischentöne hören – manchmal lohnt es sich.

Und dieser Text an einem Tag, an dem meine opernsingende beste Freundin Geburtstag hat – perfekt.

18.09.2005

Funktionale Kausalitäten oder: Gibt es den Zufall?

Filed under: — Kai @ 21:35

Wenn moderne elektronische Gerätschaften (oder miniaturisierte Supercomputer wie mein Handy, gegen die HAL 9000 wirkt wie ein plappernder Taschenrechner) so langsam anfangen, die ersten Macken zu bekommen, ist das immer ein Warnzeichen: der einsetzende Verfall verheißt normalerweise, daß es mit der Lebensdauer der High-Tech-Ware nicht mehr allzu gut aussieht. Wie bei manchen lebendigen Patienten geht es dann meist rapide bergab. Am Ende steht der digitale Exitus, der Friedhof der Klingeltiere, das Schweigen der Lämmer, Frösche und Küken.
Entsprechend bedrückt war ich, als vor knapp 6 Wochen, direkt nach einem Kinobesuch, mein Nokia 7610 plötzlich anfing, sein Display nur noch in sichtbaren Helligkeitsschritten ein- und auszuschalten und die blaue Tastenbeleuchtung erst mit halbminütiger Verzögerung folgen zu lassen. Gut, dachte ich mir, geht es damit also auch schon los.
Samstag nacht dann aber der wundersame Wandel. Wieder Kinobesuch (allerdings ein anderes, sonst hätte ich mal das Bundesamt für Strahlenschutz angefunkt), wieder hinterher aufs Mobiltelefon geschaut und siehe: O Buddha, es tut wieder wie frisch aus der Verpackung.
Ob ich deswegen jetzt Kinobesuche mit Frollein B. (Ausfallabend) vermeiden und öfter mit Frollein A. (Wiederauferstehung) ausgehen sollte oder ob ich mir einfach in der Zwischenzeit genügend gutes Karma verdient habe – wer weiß, wer weiß…

13.09.2005

Der Genitiv ist des Akkusativs seinen besten Freund

Filed under: — Kai @ 15:09

Gestern erster Abend beim VHS-Kurs “Von der guten zur besseren Geschichte”. Inmitten all der semi- oder vollprofessionellen Autoren (von der pensionierten Richterin über den Werbetexter und die Journalistin hin zur mehrfach veröffentlichten Lyrikerin) fühlte ich mich dann doch ein wenig wie das Küken. Gut, daß ich eine preisgekrönte Krimi-Autorin als Begleiterin an meiner Seite hatte, die mit Stift, Wasser und Stoff (und ein wenig Wasserstoff im blonden Haar) parat stand.
Jetzt müssen wir in 14 Tagen einen paranoiden Trucker und einen platz- und höhenbeängstigten Webdesigner erzähltechnisch unter einen Hut kriegen. Ich hasse Hausaufgaben – dafür haben wir uns jetzt als Ziel gesetzt, dann wenigstens ins Klassenbuch eingetragen zu werden.

Im Foyer der VHS dann weitere Kursalternativen für meine kongeniale Co-Autorin und mich: vom Partnerschaftsseminar (??? EUR) über Auto-CAD 2004 (250 EUR) bis zu “Muslimische Schwule und Lesben” (5 EUR, der Schnäppchentip des Monats). Wir überlegen noch.

10.09.2005

Gefahrenzone

Filed under: — Kai @ 18:56

Daß schöne Frauen gefährlich leben, ist bekannt. Daß aber Bergisch-Gladbach neuerdings Köln-Bronx heißt, ist neu. In unmittelbarer Nähe des Refugiums meiner Lieblings-CSI-Ermittlerin gab es ein echtes Drive-By-Shooting. Der Täter wird immer noch gesucht.
Wenigstens ein Grund froh zu sein, daß Frollein W. demnächst (wieder mal) umzieht.

Bietet die VHS eigentlich auch Bodyguard-Kurse an?

09.09.2005

Shameless plug

Filed under: — Kai @ 17:38

Die Coolaboration Front hat ihr erstes Album “Frontgeschichten” draußen – holt es euch und erzählt später euren Enkeln, daß ihr dabeigewesen seid, als die Band des Jahrhunderts ihren Anfang nahm. Und das an dem Tag, an dem mein Dad 82 wird und Makka N! sich Richtung Berlin verabschiedet.

Ich bleibe lieber bei der Pornofilmproduktion.

01.09.2005

Keine Atempause, Geschichte wird gemacht

Filed under: — Kai @ 17:59

Mehrmals angekündigt, jetzt ist sie da: meine erste Kurzgeschichte.

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