REGEN ----- Frierend steh' ich in sprühender Gischt Bis der Regen den Geschmack Deiner Küsse verwischt In meiner Seele brennt ein abgrundtief Sehnen Auf meinen Lippen nicht mehr Deine, nur noch das Salz meiner Tränen Eben noch glaubt' ich, das Glück sei gefunden War noch nie Dir so nahe wie in diesen Sekunden Doch Du gingst allein, einsam bleibt meine Nacht Kurz und schön war der Traum, nun bin ich aufgewacht Was bleibt, ist Erinn'rung an süße Versprechen Die, geglaubt, noch in mannigfach Alptraum sich rächen Versuch sie zu verbannen, Gedankenbruchstücke Du in meinen Armen, dort unter der Brücke Jener süße Moment, als uns're Lippen sich trafen Dein Blick und Dein Duft - ich kann nie wieder schlafen Vorbei ist vorbei und kommt nie mehr zurück Flüchtig ist jeder Traum und vergänglich das Glück Ich seh nicht den Weg und ich spür nicht die Nässe Hab im Kopf diese Bilder, die ich nie mehr vergesse Hör des Regens laut Prasseln, des Herzens hart Klopfen Zähl die Küsse, die Blicke, die Tränen, die Tropfen Wär's doch mit den Gedanken, mit meinen Gefühlen Für den Regen ein leichtes, auch sie fortzuspülen Und hinweg sie zu tragen, hinaus bis ins Meer Doch noch mal es zu spüren, nichts wünsch ich mir so sehr (K.L. 23.10.2005)